Dienstag, 16. Mai 2017

9. Monat: Lager, letztes Seminar & ein bisschen hier und da

Von diesem Monat habe ich am Anfang wirklich nicht viel erwartet und ich dachte es wird ein stink langweiliger Monat. Aber wenn ich eins gelernt habe, es kommt immer anders als man denkt. 

Nachdem ich aus Italien zurück gekommen bin war Ostern. Das wird hier in Estland nicht wirklich gefeiert und ich habe das Wochenende alleine in Tallinn und zu Hause verbracht. Meine Schule hatte keine Ferien also ging es ganz normal weiter. Allerdings bin ich an einem Tag mit meiner Klasse zu einem Museum eines Nationalparks gefahren und dort haben wir ein paar Aufgaben dazu beantworten können.

Das Wochenende danach war ich wieder in Tallinn und hatte die Vorbereitung für meine B2 Sprachprüfung, was mir bis jetzt aber noch zu schwer ist. Dafür bereite ich mich aber momentan die ganze Zeit vor. Danach waren wir noch im Museum der Okkupationen und am Sonntag war ich im botanischen Garten in Tallinn und danach gab es kostenlose Jazzkonzerte in Tallinn verteilt.



Danach am 25.04.-27.04. hatten wir unser Staatsverteidigungslager von der Schule aus. Meine Gastmutter hat es hauptsächlich organisiert und mein Gastvater war auch dabei.
Es ging am Dienstag los, wir sind alle in die Schule gekommen und haben unsere Essenstüten bekommen (Konserven, Suppe, Kekse, Nüsse etc.). Dann ging es zu einer Art Militärbasis, wo wir Uniformen und unsere kleine Küche bekommen habe, um unser Essen zu machen. Dann kamen noch Zelte, Wasserkanister, Holz etc. dazu. Dort wurden wir auch schon in Gruppen eingeteilt.
Es ging mit dem Bus weiter zum Ort, wo wir blieben, das war ein Militärübungsplatz, nicht weit vom Meer. 


Wir haben in unseren Gruppen die Zelte aufgebaut und danach ging es auch schon los. Wir haben mit Luftdruckgewähren gegen die anderen Teams gespielt, Holz besorgt, die Toiletten fertig gemacht und uns Essen gekocht.


Der nächste Tag startete um 6.30Uhr mit Frühsport, danach ging es in unterschiedlichen Gruppen weiter; Maschieren, Schießen, Maskieren, Gang- und Kriecharten und Topografie. Am Ende haben wir noch die Gewähre geputzt und es gab eine Erste-Hilfe-Aufgabe.
In der Nacht mussten wir dann um 3 Uhr einen Leuchtstab im Wald finden und konnten dann weiter schlafen, der Frühsport ist dann ausgefallen.
Wir haben an dem Tag nur noch zusammen gepackt und aufgeräumt. Dann ging es auch schon wieder zurück.


In den drei Tagen sind wir quasi durch alle Jahreszeiten gegangen; Schnee, Regen, Sonne, Hagel alles war dabei und es waren ca. 5 Grad, aber im Zelt war ein Ofen, sodass es dort wenigstens etwas wärmer war. Ich hatte mir die Tage schlimmer vorgestellt, aber jetzt sind sie mit zu einem Highlight meines Auslandsjahres geworden.

Am Freitag ging es dann nochmal in die Schule und am Abend bin ich zu einem Geburtstag nach Avinurme gefahren.
Der Montag war frei und da bin ich mit Freunden an einen See gefahren. 


Dienstag ging es wieder in die Schule, aber in der Woche konnte ich spontan mit der 10. Klasse nach Narva fahren, wir waren in der Burg, auf dem Turm und beim Grenzpunkt. Narva ist die drittgrößte Stadt in Estland und grenzt direkt an Russland und 95% der Einwohner sind auch Russen.


Am Freitag ging es dann mal wieder nach Tallinn, wo ich den Abend mit einer anderen Austauschschülerin verbracht habe. Das war dann auch schon das Wochenende, wo wir unser aller letztes Seminar mit yfu in Estland hatten. Also ging es für uns Samstag morgen aus Tallinn mit dem Bus nach Viljandi. Wir hatten ein kleines Stadtspiel und uns wurde das Musikinstrument Maultrommel vorgestellt.
Beim Seminar ging es hauptsächlich, um das Ende unseres Jahres, was wir daraus noch mitnehmen sollten, wie wir es beenden könnten, ein Rückblick und wie es wieder in Deutschland werden könnte. Wir hatten dort einen Saunaabend und am Sonntag haben wir eine kleine Darbietung für einige der Gasteltern vorbereitet.

Nach ausnahmsweise mal einer ganz normalen Schulwoche…
Moment ganz normal hatte ich lange nicht mehr, da ist was faul.
An meiner Schule gab es die Europawoche, die aus Debatten, Diskussionen, Vorträgen etc. bestand. Das war echt super spannend, etwas schwierig auf estnisch, aber wir haben alles aktuelle besprochen und auch mal wieder ein bisschen über politische Bildung (das Fach gab es an keiner meiner zwei Schulen) gesprochen haben und ich auch aus verschiedenen Perspektiven Urteilen konnte.
Keine ganz normale Woche, aber eine, in der ich jeden Tag in der Schule verbracht habe.
Cyr-Training und Klavierunterricht kam auch dazu.
Und am Ende der Woche ging es schon wieder nach …. Tallinn, natürlich.
Ich durfte mich auf einer Bildungskonverenz vorstellen und mit anderen Schülern über Bildungsmöglichkeiten reden, dabei bin ich natürlich auch auf yfu und besonders auf Auslandsjahre und Sprache eingeganen. 
Den Muttertag habe ich zu Hause verbracht und danach ging es wirklich normal weiter in die Schule.

Nebenbei läuft mein Klavierunterricht und das Training mit dem Cyr mehr oder weniger regelmäßig.

so sah es hier ziemlich oft in letzter Zeit aus
 Was in nächster Zeit ansteht:
meine Sprachprüfung am 20. Mai in Tallinn
Ich fahre nach Riga!!!!
Mein allerletzter Schultag ist am 6.6
Mein Abflugdatum ist der 4. Juli

Bis zum nächsten Blog,

Michi :)

Montag, 1. Mai 2017

My week in Italy: 3D exchange (EEE-YFU)

This is my first blog in english, I wanted to give everyone the possibility to read it and maybe after this one there will be more of them. I hope you enjoy it.


First of all my week in Italy was organized by EEE-YFU ( European Educational Exchanges-Youth for Understanding)  and supported by the Erasmus+ program with the project called 3D (Diversity, Development & Discovering ) exchange.
The topic was exploring migration in Italy and was about the issues of cultural diversity, migration and identities. 
There could apply all exchange students from yfu (my exchange organization) in Europe. So we were a mixed group with students from all over the world with their host country in Europe.
We were 44 students from Estonia, Germany, France, Austria, Switzerland, Spain, Italy, Czech Republic and Belgium.

We went there with a group of 10 students and one fascillitator from Estonia with the plane first to Frankfurt and then to Milano. As we arrived in Frankfurt we already met a lot of students and could talk about our lifes, experience, exchange years and so on.
From Milano we had a two hours bus ride to Genoa and arrived at 2 o' clock in the night.
The next day we started with games to get to know eat other better, we were at all a group around 50 people, students and facilitators.


This was followed by an introduction to the topic migration and immigration and in the end reflection groups (smaller groups, where we talked and discussed a bit more about the day, what we liked/disliked, questionts and so on), which ended with a movie to the topic in the evening.

We also went to the part of Genoa were we had stayed and visited the surroundings a bit. And of course we ate ice cream, what we actually did every day.



The next day we started with energizers and then an association, arci liguria, came to us and introduced themselves, their work and projects with immigrants in Italy. After that we also had the chance to talk to migrants, who came to Italy.

After that we watched short movies about migration. We went more into one movie, discussed about it and had a trial about it.
And the day ended again with reflection groups and a quiz night.


On the next day we were driving to an association in Alessandria. They were giving us a presentation about their work, the exact way how and why refugees and immigrants are coming and what is happening with them in Italy.
After that we had the chance to talk to refugees again.

And we had lunch cooked and served by immigrant and then a roleplay. After we were driving back to the venue we had a bit free time and in the evening a little concert from senegal musicians.

On this day I learned a lot, for example that exchange students and immigrants have something in common. Both are going to a foreign country, most of the times, they don't know the language, the culture, the people and we don't know what is waiting for us. We are all strugeling with the language, with understanding the culture, finding friends and getting a part of our new country. That's the same for us. But we as exchange stundents don't have to leave our countries, we want to do that. But immigrants do not always have a choice, the leave because they have to, because it's to dangerous to stay there. But we all have something in common. We should always be aware of that.

The next day we had workshops based on the topics of identities, our own and others and stereotypes in our home and host countries. 
But what we were also doing in our freetime:



And the last full day we went to the city centre of Genoa to visit the museum of migration there and we were just walking around the city! The museum was about european people migrating to the Usa. The day ended with our closing party (and some unofficial "oscars" for different funny things)



In the next day we went all back home to our exchange countries. The Goodbye was really hard because we all built a relationship in our group. The week before at the airport we were completely strangers but we left as friends. Our connection is definitely our exchange year and how a workshop showed, we all want to travel, see the world, be free and enjoy and see new countries and cultures and now this is even easier, because we made friends all over the world and we will always have something in common: our exchange year and this awesome week in Italy with a lot of new experience and different views.


But what I also really loved about the week, was that we got the chance to learn more about immigrants and especially in Italy, Europe, close to our first and second homes. The associations gave us a really good overview, let us talk to them and they all were free and open to share their storys with us. Now I can understand a lot better what there are going trough, what was happening to them, how they are living now. I learned a lot more about the topic and not just that what media is giving to us. And I'm really thankful that we had the opportunity to switch in their point of views and to understand it as good as possibile and to take a lot from it.


And of course it was so cool that it was in Italy, first of all there was really good weather, our venue was awesome, because it was right next to the sea, the feeling of a bit holiday was good. It gave us more creativity and we were more open for everything. And the topic immigration is in Italy very actual right now, so we really had the chance to see how it is in Italy, the process and everything was real.


"The exchange increased participants’ capacity to look at issues through different perspectives, be more conscience of their own cultural stereotypes, and be more critical to narratives they hear in the media and in social media networks, especially narratives about other cultures and immigrants and refugees in particular."
That's what our organisation is saying about the trip, you can read it here if you want, and I can just toally agree with it. I think I can say for the whole group that we all learned excatly that and a lot more.
It was a week with new faces, experiences, views and fun! Thanks to everyone who made this week so incredible good!



And I really want to share a blog from estonian girl who is spending her exchange year in austria right now. She wrote a really beautiful and true text about being an exchange student! Triin we all shared this without talking to each other about it, thank you!
https://austriin.wordpress.com/2017/04/27/thoughts-and-feelings-emotions/

Thank you for reading it untill here,

Michi :)


Sonntag, 16. April 2017

8. Monat: Ballett, Tallinn Music Week & Italien

Mein Monat hat quasi mit einer Woche Ferien begonnen, die ich bei meinen alten Klassenkameraden verbracht habe.
An einem Abend gab es eine Nachtschule von meinem alten Gesangstudio. Dort haben wir alle zusammen drei Lieder einstudiert und ich habe noch ein Lied extra gesungen, bei dem Konzert, dass dann am Abend statt fand. Danach haben wir noch alle Filme zusammen geschaut und haben auch dort übernachtet. Das war ein echt cooler Abend.
Am nächsten Abend haben wir einen Filmabend mit Freundinnen gemacht, am nächsten Tag war ich in Tartu, dort habe ich mich mit meiner Supportperson getroffen, war ein wenig shoppen und zum ersten Mal beim Friseur in Estland. Am Abend haben wir Sauna gemacht und am nächsten Tag bin ich auch schon zu Verwandten gefahren und habe mich dort mit meiner Gastfamilie getroffen. Wir waren an dem Wochenende bei zwei Geburtstagen von den Verwandten.

Am nächsten Wochenende bin ich nach Tallinn gefahren und habe mir Schwanensee angeschaut. Es war in der estnischen Staatsoper und das estnische Staatsballett hat getanzt und das estnische Staatsorchester gespielt.

An dem Wochenende war auch die Tallinn Music Week, das ist ein Festival, das seit 2009 jedes Jahr im Frühling statt findet. Dort finden in ganz Tallinn kleinere Konzerte, Events, Gesprächsrunden, Filme, verschiedene Kunstausstellungen, mit Künstlern aus ganz Europa, und weiteres statt. 


Am Samstag gab es in ganz Tallinn verteilt kostenlose Konzerte und Veranstaltungen. Wenn man durch die Stadt gegangen ist, konnte man überall immer Bänder entdecken, die darauf hinwiesen, dass es dort eine Veranstaltung gibt. Abends musste man dann extra bezahlen oder man könnte sich einen Festivalpass kaufen.

Ich war tagsüber bei verschieden kleinen Konzerten und auf einem Flohmarkt.
Eins war in einem Café, eins in einem Shoppingcenter, eins in der Altstadt und ein spontanes, verstecktes in einem Hinterhof, mit einem relativ bekanntem Künstler. Abends gab es noch eine Art Lichtershow.




Am nächsten Wochenende ging es dann wieder nach Tallinn. Mit meiner Gastoma bin ich am Freitag wieder in die Staatsoper gegangen und wir haben uns ein Konzert angeschaut, was im Rahmen der Tallinner Musik Tage war. Danach gab es auf dem Dach der Oper auch noch ein Konzert!


Am Samstag ging es dann nach Italien!
Ich werde dazu noch einen extra Blog auf englisch schreiben. Da werde ich mehr über die Details, das Thema und die Stadt eingehen! Aber hier werde ich schon eine kleine Übersicht preisgeben.
Am Samstag Morgen ging es zum Tallinner Flughafen, nachdem ich noch ein paar Kleinigkeiten erledigt habe. Ich war super gespannt und hab mich schon unglaublich gefreut.
Zu erst ging es für uns nach Frankfurt, wo wir leider einen Aufenhalt von ca. 5 1/2 Stunden hatten, allerdings kamen immer mehr Austauschschüler dazu, mit denen wir uns schon austauschen konnten!
Dann ging es weiter nach Italien, wir sind nach Mailand geflogen und dann noch mit dem Bus bis nach Genua gefahren und sind dann ca. 2 Uhr in der Nacht angekommen. Die ersten Blicke aus dem Bus waren schon super schön und ich wollte den Ort unbedingt bei Tageslicht sehen.
Am nächsten Morgen ging es dann zum Frühstück und dann habe ich zum ersten Mal unsere unglaubliche Terrasse am Meer gesehen!!!



Unser Tag ging dann mit Kennenlernspielen weiter. Wir waren so viele Austauschschüler aus der ganzen Welt, die ihr Auslandsjahr in Europa verbringen, es war so unglaublich multikulturell!
Wir konnten uns so unglaublich viel austauschen.



Die nächsten Tage haben wir mit Workshops etc. verbracht.
Quasi hat es sich die ganze Zeit über Immigration, Migration, Stereotypen und Identität gedreht.
Als spezielles Thema ging es um Flüchlinge, die in Italien ankamen. Wir haben mit Flüchtlingen und Organisationen geredet und sie auch besucht. Wir haben viel über ihr Leben, die Reise nach Italien und die Gründe, ihren Träumen, ihren neuen Alltag, ihre Gefühle, ihr Denken und über ihre Zukunftswünsche erfahren und gelernt.
Allem in allen war es einfach ein Austausch zwischen sehr sehr sehr viele Kulturen. Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Gleichheit.
Am Ende haben wir aber alle etwas gemeinsam.
Wir haben die Woche mit einem anderen Blick und mehr Vielfalt verlassen.
Natürlich hat man schon viel Vielfalt in seinem Auslandsjahr, aber das war nochmal unglaublich mehr.
Die Tage waren gemischt mit Ausflügen in das Stadtzentrum von Genua (+ Museum) und einem Ausflug nach Alessandria (eine Organisation, die sich um Flüchtlinge kümmert), kurzen Ausflügen in den Teil von Genua, wo wir gelebt haben und kleinen Partys an den Abenden. Und sehr viel Eis!



zur Zeit und in nächster Zeit:
Ich gehe nicht mehr zum Hip Hop, da ich im April ziemlich viel unterwegs bin und sein werde, dafür geht es dann mal ins Fitnessstudio, wenn ich Zeit habe oder vielleicht auch reiten.
Ich habe mich jetzt für das B2 Sprachexamen angemeldet, das am 20.5. in Tallinn stattfinden wird, dafor habe ich auch nochmal eine Art Vorbereitung, die am 22.04. in Tallinn ist.
Dann kommt das Lager von meiner Schule aus und wir haben unser aller letzes Seminar von yfu in Estland am ersten Maiwochenende. Der Countdown läuft.

Bis zum nächsten Blog,

Michi :) 

Donnerstag, 16. März 2017

7. Monat: Tallinn, Nationalfeiertag & Talentshow

Meinen Blog beginne ich jedes Mal mit dem Monat und ich kann nie glaube, dass ich wirklich schon so lange hier bin und bald alles vorbei sein wird. Aber gerade jetzt passiert unglaublich viel und ich habe das Gefühl, umso länger ich hier bin umso mehr passiert. Aber das ist super cool und darüber bin ich echt froh.

Der letzte und dieser Monat haben genau einen Schnitt durch die Fremdsprachenwoche gemacht, also geht es jetzt weiter wo es aufgehört hat.
In der Fremdsprachenwoche habe ich noch auf die deutsch und estnisch etwas über mich für die Grundschüler erzählt und dann folgte zum ersten Mal, dass ich vor einer großen Menge gesungen habe.Ich habe auf deutsch ein Lied vor der Schule im Rahmen der Fremdsprachenwoche gesungen, vor meinem Auslandsjahr hätte ich mich das nie getraut!

Dann folgte ein Ausflug mit meiner Gastfamilie ans Meer.




Dann kam auch schon der estnische Nationalfeiertag, das ist quasi der Unabhängigkeitstag, der dieses Jahr in Estland 99. Geburtstag gefeiert hat (24.02.) und das ist ein freier Tag für alle! Es gibt Zeremonien in den größeren Städten Estlands, die aber auch im Fernsehen übertragen werden, oder die Familie kommt zusammen oder andere Veranstaltungen.
Meine Schule organisiert jedes Jahr am Tag davor ein Konzert in der Kirche, wo ich mit unserem Chor gesungen habe!

Wir sind dann aufs Land gefahren, in das Haus der Familie quasi. Es ist super cool abgeschottet, man hat seine Ruhe und es ist echt schön. Eigentlich genauso wie ich mir Estland vorstelle.
Wir haben den estnischen Jahrestag nicht wirklich gefeiert, dafür aber zwei Geburtstage am nächsten Tag vorgefeiert, es kamen Freunde und Verwandte und wir haben zusammen mit Sauna und Essen den Tag verbracht.
Es hat auch das ganze Wochenende geschneit, sodass ich die Chance ergriffen habe und mich ein wenig am Ski-Langlauf durch den Wald probiert habe. Dann war das Wochenende auch wieder um und es ging zurück.

Am nächsten Wochenende ging es für meine Gastmutter, meine Gastschwestern, mich und anderen Schulkameraden nach Tallinn zum „Eesti Laul“ dort wurde entschieden, wer Estland beim Eurovision Song Contest vertritt! Unsere Schule hat kostenlose Karten für die Generalprobe bekommen, die am Mittag statt fand und am Abend fand dann die richtige Veranstaltung statt, die übertragen wurde, aber es war trotzdem cool!
Hier könnt ihr schauen, wer Estland beim ESC vertritt! :)
Meine Favoriten waren es leider nicht. Aber das hier waren meine Favoriten.



Danach bin ich noch in Tallinn geblieben und hab ein anderes Viertel von Tallinn besucht, dass echt cool war und ich mir in nächster Zeit auch noch öfter und genauer anschauen werde!





Danach gab es in meiner Schule eine Talentshow. Es gab eine Vorrunde mit 18 Bewerbern und ein Finale mit 8 Teilnehmern. Ich wurde erster Platz  und wurde zum Publikumsliebling gekürt. Ich habe mit meinem Cyr teilgenommen und es wurde super in Estland angenommen!




Dann habe ich zum ersten Mal mit meiner Hip-Hop-Tanzgruppe eine Show im Einkaufszentrum der Stadt gehabt.

Am 16. hatte ich dann auch mein erstes Klavierkonzert!



In nächster Zeit:

Ich habe eine Woche Ferien!
Das Ballett in Tallinn !!
Ich werde eine Woche im Rahmen des Erasmus+ Programmes einen 3D(Discovery, Diversity, Developement)-Austausche in Italien verbringen!! (Mitte April)
Jeder Austauschschüler in Europa hat die Möglichkeit daran teilzunehmen. Zur Auswahl stand Frankreich und Italien, es gibt unterschiedliche Themen und ich habe mich für Italien entschieden! 
Es wird um Migration in Italien gehen. Wir werden genauer auf kulturelle Verschiedenheiten, Migration und Identifikation eingehen. Das soll uns die Möglichkeit geben über unser Auslandsjahr heraus, noch weiter über Kulturen nachzudenken, einen besseren Einblick zu gewinnen und alles zu vertiefen, mit der Verbindung eines aktuellen Themas, den Flüchtlingen. Die Themen können wir dann mit jugendlichen in unserem Alter austauschen und in die Thematik eingehen.
Dazu werde ich aber genauer in meinem nächsten Blog (also schon danach eingehen) und wahrscheinlich einen extra Blog auf Englisch schreiben, um möglichst viele Leute ansprechen zu können!

Dann wird es auch irgendwann im April ein Lager von meiner Klasse aus geben.
In Estland hat man das Fach Staatskunde/ Staatssicherheit, dort lernen Schüler über die Armee, Waffen etc. und lernen auch Schießen und dazu gehört dann auch ein Camp, wo wir für ein paar Nächte draußen schlafen müssen und auf uns alleine gestellt sind. Meine Gasteltern kommen aber wahrscheinlich mit, da sie sozusagen die Betreuer sind.

Bis zum nächsten Blog,

Michi :)

Donnerstag, 16. Februar 2017

6. Monat: Seminar, NEUER UMZUG, Schultraditionen & Ziele

Mein Alltag besteht weiterhin darin, in die Schule zu gehen, wer hätte es anders gedacht. Meine Freizeit besteht auch immer noch aus Singen (Chor und Gesangsunterricht), zweimal die Woche Klavierunterricht mit einer neuen Lehrerin, Hip-Hop Tanzen, das Training mit meinem Cyr und wenn noch Zeit besteht, gehe ich ins Fitnessstudio.

Allerdings bin ich wieder mit meiner Gastfamilie umgezogen. Wir sind jetzt vom quasi nirgendwo in ein etwas größeres Dorf in der Nähe von Rakvere gezogen. In meinem Ort gibt es jetzt ein Fitnessstudio, einen Supermarkt und der Bus ist auch nicht mehr weit entfernt. Dafür muss ich nicht die Schule wechseln oder meinen Umkreis, trotzdem stressig. Aber wer meine Adresse haben möchte, kann mich danach gerne fragen!

Da ich jetzt schon seit SECHS Monaten in Estland leben, habe ich gar nicht mehr so viel Zeit, von daher möchte ich mir jetzt Prioritäten setzen, mit Orten, die ich in Estland noch sehen will und Dingen, die ich unbedingt noch machen oder erreichen will!
Eine Sache bin ich definitiv schon näher gekommen „so viele neue Sachen wie möglich ausprobieren, für die ich in Deutschland keine Zeit habe“.
Aber ich möchte mich etwas mehr auf die Schule, insbesondere dem Mathe-, Englisch- und Estnischunterricht fokussieren. Und vor allem ganz besonders auf die estnische Sprache, denn ich möchte noch einen Estnisch-Test ablegen, um ein Sprachzertifikat bekommen und das am liebsten in B1 oder B2 (eher B1 :D), aber da wird noch eine ganze Menge Arbeit auf mich zukommen!
Auch möchte ich mich mehr auf mein Cyr fokussieren, natürlich kann ich das auch machen, wenn ich zurück bin, aber ich habe es ja schon extra mitgenommen. Aber alle Leute in Estland sind da super interessiert dran und daran möchte ich sie natürlich teilhaben lassen!
Das klingt also nach ziemlich wenig Zeit, dazu kommt der Umzug, ich möchte mich mit Freunden treffen, reisen und muss ein wenig für die Schule lernen. Also entschuldigt, wenn ich mich in nächster Zeit weniger melde, aber ich möchte noch so viel wie möglich machen und erleben!

Dazu gibt es auch noch Traditionen an der Schule. Mit der anderen Austauschschülerin und Klassenkameraden haben wir einen Rosentag an unserer Schule zum Valentinstag organisiert. In Estland gilt der Valentinstag mehr als Freundschaftstag, aber natürlich auch für Paare. Aber dazu haben wir uns gedacht, wollen wir den Rosentag organisieren. 


 Momentan haben wir an unser Schule auch eine Fremdsprachenwoche.

Vermutlich werde ich Mitte Juli zurückkommen. Zu dem Thema aus dem Auslandsjahr zurückkommen habe ich noch ein super Buch gefunden. Für alle anderen Austauschschüler, Verwandten und jeden den es noch interessiert! Kostenlos kann man zwar nur die ersten Seiten lesen, aber schon die sind super und hilfreich!

Zwischendurch hatte ich mein Mitteljahrseminar, wo wieder alle Austauschschüler zusammen gekommen sind. Wir hatten Workshops und Gruppenaufgaben und somit war dann auch wirklich schon die Hälfte des Jahres um.

Bis zum nächsten Blog,

Michi