Donnerstag, 16. Februar 2017

6. Monat: Seminar, NEUER UMZUG, Schultraditionen & Ziele

Mein Alltag besteht weiterhin darin, in die Schule zu gehen, wer hätte es anders gedacht. Meine Freizeit besteht auch immer noch aus Singen (Chor und Gesangsunterricht), zweimal die Woche Klavierunterricht mit einer neuen Lehrerin, Hip-Hop Tanzen, das Training mit meinem Cyr und wenn noch Zeit besteht, gehe ich ins Fitnessstudio.

Allerdings bin ich wieder mit meiner Gastfamilie umgezogen. Wir sind jetzt vom quasi nirgendwo in ein etwas größeres Dorf in der Nähe von Rakvere gezogen. In meinem Ort gibt es jetzt ein Fitnessstudio, einen Supermarkt und der Bus ist auch nicht mehr weit entfernt. Dafür muss ich nicht die Schule wechseln oder meinen Umkreis, trotzdem stressig. Aber wer meine Adresse haben möchte, kann mich danach gerne fragen!

Da ich jetzt schon seit SECHS Monaten in Estland leben, habe ich gar nicht mehr so viel Zeit, von daher möchte ich mir jetzt Prioritäten setzen, mit Orten, die ich in Estland noch sehen will und Dingen, die ich unbedingt noch machen oder erreichen will!
Eine Sache bin ich definitiv schon näher gekommen „so viele neue Sachen wie möglich ausprobieren, für die ich in Deutschland keine Zeit habe“.
Aber ich möchte mich etwas mehr auf die Schule, insbesondere dem Mathe-, Englisch- und Estnischunterricht fokussieren. Und vor allem ganz besonders auf die estnische Sprache, denn ich möchte noch einen Estnisch-Test ablegen, um ein Sprachzertifikat bekommen und das am liebsten in B1 oder B2 (eher B1 :D), aber da wird noch eine ganze Menge Arbeit auf mich zukommen!
Auch möchte ich mich mehr auf mein Cyr fokussieren, natürlich kann ich das auch machen, wenn ich zurück bin, aber ich habe es ja schon extra mitgenommen. Aber alle Leute in Estland sind da super interessiert dran und daran möchte ich sie natürlich teilhaben lassen!
Das klingt also nach ziemlich wenig Zeit, dazu kommt der Umzug, ich möchte mich mit Freunden treffen, reisen und muss ein wenig für die Schule lernen. Also entschuldigt, wenn ich mich in nächster Zeit weniger melde, aber ich möchte noch so viel wie möglich machen und erleben!

Dazu gibt es auch noch Traditionen an der Schule. Mit der anderen Austauschschülerin und Klassenkameraden haben wir einen Rosentag an unserer Schule zum Valentinstag organisiert. In Estland gilt der Valentinstag mehr als Freundschaftstag, aber natürlich auch für Paare. Aber dazu haben wir uns gedacht, wollen wir den Rosentag organisieren. 


 Momentan haben wir an unser Schule auch eine Fremdsprachenwoche.

Vermutlich werde ich Mitte Juli zurückkommen. Zu dem Thema aus dem Auslandsjahr zurückkommen habe ich noch ein super Buch gefunden. Für alle anderen Austauschschüler, Verwandten und jeden den es noch interessiert! Kostenlos kann man zwar nur die ersten Seiten lesen, aber schon die sind super und hilfreich!

Zwischendurch hatte ich mein Mitteljahrseminar, wo wieder alle Austauschschüler zusammen gekommen sind. Wir hatten Workshops und Gruppenaufgaben und somit war dann auch wirklich schon die Hälfte des Jahres um.

Bis zum nächsten Blog,

Michi








Montag, 16. Januar 2017

5. Monat: Weihnachten, Silvester & mehr Reisen

Meinen letzten Monat habe ich mit meiner Stockholmreise beendet und eigentlich war ich da auch schon wieder auf dem Weg nach Tartu, die Studentenstadt Estland.



Dort habe ich mich mit meiner Supportperson getroffen, wir waren ein paar Weihnachtsgeschenke shoppen und am nächsten Tag bin ich nach Jõgeva zu meiner Supportfamilie gefahren, wir haben Kekse gebacken und einen Saunaabend gemacht.
Am nächsten Tag ging es zurück nach Hause.

In der Schule gab es in den letzten Tagen vor Weihnachten quasi nur noch Veranstaltungen. Am Montag wurde alles vorbereitet und am Abend gab es noch eine Weihnachtsveranstaltung in der Schule, Dienstag gab es ein Schauspiel von den Lehrern, 1.-5. Klässlern und dem Chor, wo ich mitgesungen habe und das ganze am Abend nochmal für die Lehrer. Zwischendurch habe ich noch Weihnachtsgeschenke besorgt und was mit Klassenkameraden unternommen. Am Mittwoch gab es ein Weihnachtsessen in der Schule, das meine Klasse dekoriert und serviert hat.
Am Donnerstag hatten wir noch eine Stunde mit der Klasse in der Schule, meine Klasse hat sich gegen Wichteln entschieden. Dafür hat meine Klassenlehrerin sich etwas ausgedacht, wie sie uns besser zusammen bringen kann, wir wurden aneinander geklebt und sind dann durch das Schulhaus in kleinen Gruppen gelaufen.
Nachdem das vorbei war, bin ich zu meinen alten Klassenkameraden gefahren dort gab es auch ein Winterkonzert und ich war dort bei einem Weihnachtsball, quasi wie ein Prom, jeder hat getanzt und hatte einfach nur Spaß.


Am Freitag ging es zurück, noch die allerletzten Geschenke besorgt und Plätzchenteig vorbereitet.
Denn Samstag war schon Weihnachten, ich habe mit meinen Gastschwestern am Morgen Plätzchen gebacken, dann war noch kurze Saunazeit und jeder hat sich für den Weihnachtsabend vorbereitet. Der bestand aus Essen und Geschenken auspacken.
Das übliche Weihnachtsessen in Estland besteht aus Blutwurst, Braten, Sauerkraut und Kartoffeln und dann noch Kleinigkeiten.
Am nächsten Tag sind wir noch in den Wald gegangen und haben den Tieren Essen gebracht, dann war auch alles schon wieder wie vorher und quasi nichts mehr von Weihnachten übrig.
In meinen Ferien ist nicht viel passiert, ich war in der Bibliothek, beim Sport und habe Klassenkameraden getroffen.
Dann habe ich mich noch in der zweiten Ferienwoche dazu entschieden, in der zweiten Woche nach Tallinn zu fahren.
Ich war Bowling spielen, Schlittschuh fahren und habe Freunde getroffen.
An den Wochenende war ich zu Hause, wir hatten sehr viel Besuch, hatten Feuerholz fertig gemacht und das übliche eben.
Seit einer Woche habe ich auch wieder Schule, ich hab mir vorgenommen, mehr zu machen, das hat auch auf jeden Fall geklappt.
Ich war im Fitnessstudio, war beim Chor, hatte Gesangs- und Klavierunterricht, habe mit meinem Cyr trainiert und habe Hip-Hop Tanzen ausprobiert. Ob sich jemals ein Wochenablauf bei mir enpendeln wird, ist eher schwierig, hier läuft alles super spontan und meine Gastfamilie ist auch spontan, von daher wird es immer sehr abwechslungsreich.

Das Wetter war in der Zeit wirklich kalt, es waren bis zu -18Grad und mit dem Wind fühlte es sich alles noch viel viel kälter an. Seit dem neuen Jahr liegt hier durchgehend Schnee, die Temperaturen haben sich jetzt aber etwa auf -3 Grad eingependelt.

Meine Pläne für die nächste Zukunft:
Das Halbjahrseminar mit yfu (Austauschorganisation) in Kurtna, wo schon alles begann (Ende Januar)
Ein Ballett im März in Tallinn
„nächster Zukunft“ das letzte Seminar mit meiner Organisation im Mai …

Bis zum nächsten Blog,

Michi :)

Freitag, 16. Dezember 2016

4.Monat: Stockholm, Essen, Sprache


Und schon wieder ist ein Monat vergangen. Ein Wochenende dieses Monats habe ich in Helsinki verbracht und darüber auch schon einen extra Blogeintrag geschrieben.
Erwähnen wollte ich noch, dass in Estland am 13.11. Vatertag war, ich habe für meinen Gastvater eine Torte gebacken und dann sind wir noch in ein Einkaufszentrum gefahren, wo es ein extra Programm für die Väter gab und danach sind wir Essen gegangen.
Ein Wochenende habe ich mit meinen alten Klassenkameraden verbracht und dann noch zwei mit meiner Gastfamilie. An einem Wochenende haben wir uns die Burg in Rakvere noch etwas genauer angesehen. Dann habe ich mir mit Freunden noch ein Basketball Spiel angeschaut (Rakvere gegen Pärnu), das Ticket kostet 3€ für Schüler und die Spiele sind in der Sporthalle der Stadt, wo wir unseren Sportunterricht haben und werden sogar im Fernsehen übertragen! Also in Estland ist alles kleiner.

 
 



 Meine Freizeit besteht momentan quasi aus Reisen, ich habe einen neuen Platz für mein Cyr gefunden, aber noch nicht viel gemacht.

In der neuen Schule wurde jetzt quasi alles zu einer Routine. Mit meiner Gastfamilie rede ich quasi nur noch estnisch, nur im Notfall übersetzen sie mir mal Wörter, also so langsam klappt es, natürlich noch nicht fließend, aber es wird langsam etwas :)
Was ich an meiner Schule wirklich mag, ist, dass sie Weihnachtstraditionen haben, das Schulhaus ist wirklich sehr sehr schön weihnachtlich geschmückt und nach jedem Adventssonntag gibt es ein kleines Programm mit Gesang und Sprache am Montag in der Schule.
Was ich auch wirklich an meiner Schule mag, ist, dass es Frühstück in der Schule gibt.
Das besteht immer aus eher salzigem Haferbrei, einer Art Grießbrei oder Reis- oder Nudelsuppe  (nicht mit Milchreis oder -nudeln zu vergleichen, es ist wirklich eine Suppe und salzig!) und dann noch helles und dunkles Brot, Butter Käse und Wurst.
Mittags gibt es meistens jeden Tag Kartoffeln im Essen. Es gibt dreimal die Woche Suppe und danach noch ein Dessert. An anderen Tagen gibt es meist Kartoffeln mit Fleisch, einer Soße oder Kohl und Salat, manchmal gibt es auch Reis.
In meiner Gastfamilie essen wir immer Salate, Buchweizen, Kartoffeln, Reis, Nudeln eigentlich nichts außergewöhnliches. Am Wochenende gibt es auch mal Pfannkuchen zum Frühstück.

Meine letzten Tage ging es mit meiner Klasse mit dem Schiff von Tallinn nach Stockholm, wir haben uns dann einen Tag Stockholm angeschaut und sind am Abend wieder zurück gefahren. Definitiv ein Highlight meines Ausandsjahres.
In Stockholm habe ich nur versucht so viel es geht von der Stadt zu sehen.






























 Momentan bin ich au dem Weg nach Tartu, nächste Woche ist dann noch der Winterball an meiner alten Schule und dann ist auch schon Weihnachten und das neue Jahr.

Bis zum nächsten Blog,

Michi :)


Mittwoch, 30. November 2016

Helsinki

Das letzte Wochenende habe ich mit meiner Austauschorganisation in Helsinki verbracht.
Am Samstag Morgen ging es mit der Fähre von Tallinn nach Helsinki und Sonntag Abend zurück.
Auf der Fähre hatten wir immer ein Buffet, somit haben wir quasi die jeweils zwei Stunden mit Essen verbracht.
In Helsinki angekommen sind wir direkt vom Hafen zum Hostel gegangen. Das Hostel war direkt im Stadtzentrum und super modern und schön.
Wir sind in kleineren Gruppen durch die Stadt gelaufen und hatten eine Challenge zu erledigen, die teilweise echt lustige Aufgaben hatte. Zwischendurch haben wir noch ein wenig die Einkaufszentren durchstöbert.

ein Ausschnitt vom Marktplatz
Meine Challangegruppe
die Kathedrale

ein Blick von oben



Stadtzentrum

Finlandia, das Musik- und Theaterhaus in Helsinki
a view to the central train station

Töölö Bay

Am Sonntag haben wir uns entschieden in das Kiasma Museum zu gehen, ein Museum für moderne Kunst.

In den ersten Etagen wurden wichtige Themen wie Säureattacken in Indien, FGM (female genital mutilation/cutting), Plastikverschwendung, Lebensverhältnisse in Thailand und Flüchtlinge angesprochen.
In den nächsten Teilen des Museums ging es dann mehr um die moderne Kunst.
Schaut einfach selbst.










Danach sind wir nur noch ein wenig durch die Stadt gelaufen und dann wieder zurück auf die Fähre. Ein schönes kurzes Wochenende in Helsinki!

Bis zum nächsten Blog,

Michi :)

Sonntag, 20. November 2016

3. Monat: Umzug, Tallinn & Schnee

Mein letzter Monat war ziemlich stressig, angefangen hat alles mit dem Umzug in den Ferien, was auch den letzten Abend mit meiner Klasse nach sich gezogen hat, und zwei Tage später ging es für mich schon nach Tallinn, endlich, zum ersten Mal.

Am letzten Tag in meiner Klasse hatten wir eine Veranstlatung, Leib ja Lilled (Brot und Blumen), jede Klasse der Schule denkt sich ein Programm für den Abend aus. Wochen davor wurde schon heimlich und intensiv geübt, denn niemand soll sich etwas abschauen, bis dann an dem Abend die ganze Schule zusammen kommt und die Geheimnisse gelüftet werden. Vorzuführen gibt es einen Sketch, ein Kurzprogramm und einen Musiktitel. Es läuft wie bei dem Eurovision Songcontest, es gibt eine Jury die alles bewertet und Punkte verteilt. Am Ende steht das Ergebnis fest. Sieger war meine Klasse.


In Tallinn habe ich die Stadt erkundigt, Freunde getroffen, die in Tallinn leben und ich war shoppen.
An einem Tag war ich zum ersten Mal in einem Katzencafe. In dem Café sind 9 Katzen und sie wurden alles aus Tierheimen genommen. Um die Zufriedenheit der Tiere bereitzustellen, gibt es dort Regeln, die man auch unterschreiben muss und man bezahlt einen extra Betrag nur für die Tiere, es gibt auch die Möglichkeit Essen für die Katzen zu bestellen und es wird darum gebeten, sich extra viel Zeit für die Katzen dort zu nehmen. Und wenn die Tiere keine Lust mehr haben, haben sie selbstverständlich die Möglichkeit an einen ungestörten Ort zu gehen. Die Toilette und Essen steht auch jeder Zeit für die Tiere bereit!

der wohl bekannteste Blick über Tallinn



 
Zu meiner großen Überraschung, hat es in der Zeit, in der ich in Tallinn war, angefangen zu schneien. Nachdem ich am Abend zuvor noch mit Freunden darüber gescherzt habe, lag am nächsten Tag Schnee auf den Straßen. Das war ein echt lustiger Zufall, ich konnte es gar nicht glauben! Meine Gastmutter hat mich auch sofort am Morgen angerufen und gefragt, ob ich den Schnee sehe. Das war also mein erster Schnee in Estland.
Mittlerweile liegt hier pünktlich eine Woche nach dem ersten Schnee, dem 1.November, überall Schnee. Es wird immer mehr und mehr Schnee, aber daran muss ich mich wohl gewöhnen. Bis März wurde mir der Schnee quasi versprochen und er wird mich somit die Hälfte meines Jahres begleiten.
in einem Moor in Estland

In den Ferien habe ich auch meine Schule zum ersten Mal gesehen. Als ich den ersten Schultag hinmusste, fühlte ich mich wirklich mulmig, aber weniger aufgeregt, als an meinem ersten Schultag an der alten Schule. Ich wusste allgemein, wie es an estnischen Schulen ist, aber natrülich unterscheiden sich auch die Schulen in Estland sehr stark voneinander,  hier ein paar Unterschiede zu meiner alten Schule.
Ich möchte nochmal anmerken, dass es natürlich auch andere Umstände sind.
(Privatschule, Stadt, …)

1. Die Regel mit der Garderobe wird nicht so ernst genommen, man kann seine Sachen wechseln, muss man aber nicht, es gibt auch keine Schließfächer für jeden

2. Es gibt keine Schulklingel, alle kommen mal zu spät, auch die Lehrer manchmal, das ist etwas flexibler

3. Es essen kaum Leute in der Schule und meistens gehen alle raus.

4. Die Schule ist technisch weniger ausgestattet als meine Vorherige.

5. Ich bekomme extra Estnischunterricht und die Lehrer versuchen mich so gut es geht in den Unterricht einzubeziehen

Mein erster Tag war ein normaler Schultag und kein besonderer Tag, wie der 1. Septmeber. Alle hatten natürlich schon ihre Sitzplätze und ich musst mich irgendwie einfinden. Leider wurde ich auch weniger gut aufgenommen, als an meiner alten Schule, was mir ziemlich zu schaffen gemacht hat, aber mittlerweile wird es besser.
Momentan fahre ich immer mit meiner Gastmutter zur Schule, wenn ich länger in der Stadt bleiben möchte, muss ich den Bus nehmen und danach noch 45 Minuten laufen.

In meiner Freizeit probiere ich mich momentan noch sehr aus; Ballett, Chor, Gesangsunterricht, Fitnessstudio. Ich versuche mir noch einen neuen Alltag aufzubauen, aber es ist alles noch etwas chaotisch.
Insbesondere meine letzte Woche war stressig, ich war bei einem Klassik Konzert, bei anderen Veranstaltungen und hatte einige Dinge zu klären und zu regeln.


Meine Pläne für die nächste Zeit:
Ich besuche meine alten Klassenkameraden
Trip nach Helsinki mit yfu
Trip nach Stockholm mit meiner neuen Klasse
ein paar weitere Tage in Tallinn
ein Winterball an meiner alten Schule
ein Ballett im März in Tallinn

Noch ein paar Bilder von einer alten Schule





Bis zum nächsten Blog,

Michi :)